Die Maledos sind ein in der Mainzer Fastnacht aktives Gesangs- und Musikterzett des weit über die Mainzer Stadtgrenze hinaus bekannten Mombacher Carneval- Vereins „Die Bohnebeitel“.
 
Sie wurden im Jahr 1958 gegründet und feierten im Jahr 2013 ihr 55-jähriges Jubiläum auf der Fastnachtsbühne in Mainz.

Im Gründungsjahr 1958 traten sie noch im Kurfürstlichen Schloss auf, da nach dem Krieg noch keine geeignete Halle in Mombach existierte. Die Gründer der drei Maledos waren: Gusti Becht, Jupp Mentges und Horst Hörsken, allesamt Mitglieder des heute nicht mehr existierenden Mombacher Gesangvereins „Einigkeit“.

Der Name Maledos leitet sich ab von den Maleten, der Mombacher Bezeichnung für die in dieser Region seinerzeit noch sehr stark angebaute Aprikose.

Das Jahr 1959 bringt bereits Veränderungen mit sich: Lothar Mohr tritt den Maledos bei. Man besang den Konsumrausch und daraus resultierende Probleme. 1965 brillierte die Gruppe in der ersten Fernsehsitzung Mainz bleibt Mainz als Bohne-Beatles, als Rarität die man hegen und pflegen sollte.

Die Besetzung damals:

Gusti Becht, Jupp Mentges und Lothar Mohr.

Das ZDF erreichte mit der Sendung 10,5 Millionen deutscher Bildschirme. Zahlreiche Auftritte bei „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ folgten und sorgten für bundesweite Beachtung der Mombacher Gesangsformation.

1970 persiflierte das Terzett die Krimisucht der Deutschen bei Emma Peel und Solo für O.N.K.E.L. etc.

25 Jahre Maledos konnte man dann in der neu renovierten Halle des Mombacher Turnvereins feiern.

Diesmal waren es vier Maledos:

Gusti Becht (Gitarre), Lothar Mohr (Akkordeon I), Klaus-Dieter Becht (Akkordeon II) und Robert Bartsch (Kontrabass + Text).

Die doppelte Akkordeonbesetzung rührte von einem saisonalen Ausfall Lothar Mohrs im Jahr 1976 her, währenddessen K-D. Becht einsprang und der Gruppe bis heute angehört. Zunächst wurde die Bonner Politik wieder aufs Korn genommen und dann schritt man erstmals zum bis heute legendären Wutzetango.


Legendär auch der „Bagger-Bodo vun Wackernum“, eine Glanznummer für Gusti Becht in der Kampagne 1985.

Der "geistige Vater" der Maledos war zweifelsohne Robert Bartsch. Aus seiner Feder sind die bekannten "alten" Hits, die die Maledos weit über die Mainzer Bühnen bekannt machten:

Ohne Worscht, ohne Woi
Loss en trinke sunst verderrt er der
Scheppe Absätz un im Portomä e Loch
Hexmethylencarbol
De Meenzer Wutzetango
Hät de Adam aus dem Appel Äppelwoi gemacht
De Knirschbaum
Frau Antje
De Bagger-Bodo
Mir sin stolz druff, dass mer Meenzer sin
und und und ...

Robert Bartsch prägte auch die Arbeitsweise der heutigen Maledos, da er sehr auf korrektes Versmaß, inhaltliche Logik und sehr deutliche Aussprache wert legte. Das sind Kriterien nach denen die Maledos auch heute noch mit Freude arbeiten.  


Im Jahr 2005 stand der damals 65-jährige Mitbegründer der Maledos, Gusti Becht, seit dem Gründungsjahr 1958 ununterbrochen auf der Bohnebeitel-Bühne. Mit seinen Maledos war Becht als echter Scheierborzeler für die „Knallbonbons“ der Truppe 46 Jahre zuständig und stand treu zu seinen Bohnebeiteln. Er konnte mit seinen Wegbegleitern Klaus-Dieter Becht, Dieter Scheffler (seit 1994 dabei) und Uwe Ferger (seit 2001) als „Urgestein“ der Maledos den Saal noch einmal zum Kochen bringen. Gusti Becht zog sich von der aktiven närrischen Bühne zurück, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Er bleibt den Bohnebeiteln im Komitee weiter erhalten. Im Auftrag des Oberbürgermeisters Jens Beutel wurde er durch Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler mit dem Leporello, einer der höchsten Auszeichnungen der Mainzer Fastnacht, ausgezeichnet.

Die heutige Besetzung besteht aus

Klaus Dieter Becht - Akkordeon (seit 1976)
Dieter Scheffler - Kontrabass  (seit 1994)
Uwe Ferger - Gitarre (seit 2001)


Nach wie vor verspotten die Maledos auf musikalisch lockere Weise politische und alltägliche Themen. In ihren humorvollen Texten aus der Römerzeit bekam 2005 jeder sein Fett weg, egal ob Cäsar und Kleopatra oder Finanzminister Hans Eichel. Robert Bartsch zog sich aus gesundheitlichen Gründen bereits in den Jahren zuvor zurück.

                                          

                                   

Neben den Bühnenauftritten bei ihren „Bohnebeiteln“, den Ulkern, dem CCW, FCV und last but not least dem KCK und den damit verbundenen zahlreichen Teilnahmen bei „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, traten die Maledos auch bei den ZDF-Sendungen "Narren nach Noten" und "Schlagerkonfetti" (in den 1970er Jahren von der Mainzer Ranzengarde veranstaltet) sowie in der "drehscheibe" und "tele-illustrierte" auf.

Sieben Singles und eine gemeinsame LP mit den „3 Lustigen Moosachern“ brachten den Maledos  bereits in den 80iger Jahren über die Fastnacht hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad.

Der Titel „Oi, Oi, Oi, Oi“ wurde in der Kampagne 2007 erstmals dem Publikum vorgestellt und entwickelte sich sofort zu einem Gassenhauer. In der Folge wurden die Maledos auf folgenden CDs des SWR berücksichtigt: 
SWR4 Schlagerfastnacht 3 und Schlagerfastnacht 4 (Oi, Oi, Oi, Oi).                   
Eine CD mit den neuen Liedern ("Loreley" und "Unsere Stadt") ist bestellbar unter info@maledos.de 

Die Maledos wünschen allen Fans und Fastnachtsbegeisterten stets "Viel Spaß an de`Freud`!"